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8 smarte Ideen wie Du ein guter Leiter sein kannst


Vielleicht hast du schon mal schlechte Leiter erlebt. Vielleicht gerade weil du das erlebt hast, bist du sogar distanziert von Kirche? Kann ich gut nachvollziehen. 

Pastoren kochen auch nur mit Wasser. Sie sind genauso fehlerhaft und gerade starke Leitertypen stechen immer wieder mit irgendwelchen unattraktiven und komischen Macken hervor.

Kirche braucht gesunde Leiterschaft. Nicht auf dem Papier, sondern im Alltag. Ich schreibe aus der Perspektive eines 25 Jährigen, der in naher Zeit eine neue Kirche im Herzen Frankfurts gründen wird. 

Dies sind meine ersten acht Thesen, wie ich – Michael – Leiterschaft in dieser Kirche authentisch leben möchte. 

Ich bin auf deine Reaktion gespannt. Lass sie mich hören…

 


1. Der Leiter der Kirche ist Gott selbst. Er ist der Kopf, der den Hut auf hat.

2. Ich verstehe mich als Leiter also in einer Position der Gnade. Es ist ein Geschenk Gottes ein Leiter zu sein. Nicht ich habe mich dazu ernannt, sondern Gott selbst. Darin beziehe ich Freude und Sicherheit.

3. Diese Einstellung macht mich liebenswürdig, demütig und vertrauenswürdig. Liebenswürdig, weil ich die Liebe Gottes spüre, die mir dadurch zu teil wird, obwohl ich es gar nicht verdient habe ein Leiter zu sein – Demütig, weil Gott der beste Leiter ist und es nicht um meine egozentrischen Vorstellungen über Kirche geht – Vertrauenswürdig, weil ich die letzte Kontrolle über die Kirche an Gott abgeben kann, weil es mich sonst kaputt machen wird.

4. Ich als Leiter bin von dem begeistert worum es im Kern von Kirche geht – Die bedingungslose Liebe Gottes zu uns Menschen, mir selbst. Folglich strahle ich im Kern auch genau das in meine Umwelt aus.

5. Ich darf Fehler machen und brauche ein Team und Mitmenschen, wo ich meine Fehler zugeben kann. Ein Leiter ist nicht heiliger und besser. Ein Leiter darf versagen. Er ist Leiter aus Gnade.

6. Ich bin der Vordenker, Visionär und Pionier, der die Schafherde auf die nächste grüne Wiese führen möchte, die viel saftiger und größer ist. Folglich bin ich in seiner ersten Funktion mehr der Architekt, der das Schiff baut und nicht in erster Linie der Koch, der die Leute versorgt, oder der Animateur, der die Gäste unterhält.

7. Ich bin offen für neue Ideen meiner Mitmenschen. Ich habe ein offenes Ohr für die Anliegen. Ich bin ein guter Zuhörer und lebe eine große Wertschätzung gegenüber jeden Menschen gleich. Gleichzeitig bin ich nicht harmoniesüchtig, weil es mich kaputt macht, wenn ich es jedem Menschen recht machen möchte.

8. Ich werde niemals Menschen an mich binden, sondern an Gott, der die individuelle Bestimmung für jeden gerne gibt. Vielmehr bin ich dadurch ein Freisetzer, der nicht aus einem Mangel, sondern aus Bestimmung delegiert.

 


Fazit.

Ein Leiter ist nicht besser, aber er hat den erlebt, der besser war. Das und nichts anderes ist die Substanz für eine gesunde Leiterschaft, die durch die Freude an Gott und nicht aus der Anerkennung oder Angst vor Menschen angetrieben ist.