Ein Lifechanging-Point, von dem ich mir eine Scheibe als Deutscher abschneide.

Die Sprache es Möglichen

Wir in Deutschland sind bekannt Ingenieure zu sein. Wir werden von der ganzen Welt dafür geliebt. Wir sind praktisch, sachlich und funktional ausgelegt. Wir sind die Meister der Analyse. Analysieren setzt kritisches Denken voraus.

Und das haben wir allen anderen Nationen voraus. Wir lieben Diskurs, auch wenn er zu nichts führt. Hauptsache, wir haben kritisch gedacht und alles berücksichtigt.

Wir sind die Meister von Unternehmen, Kirchen und sonstigen Startups. Auf dem Papier.

Wenn eine neue Idee es wirklich wert ist auszuprobieren, erst dann starten wir. Vielleicht versagen wir nicht so oft? Naja, jedenfalls gehöre ich dann nicht in die Statistik.

In den Staaten gehört es mehr zum guten Ton, einen höflichen Ton zu haben. Sprich: Es ist amazing was du machst und go for it. Menschen sind beziehungsorientierter und werden dir bei Weitem nicht so direkt etwas kritisches ins Gesicht sagen, wie ein Deutscher. Vor Allem wenn es um Visionen geht, bejahen Amerikaner grundsätzlich Träume, Visionen und Sehnsüchte und versuchen es oft mit allen Mitteln zu unterstützen.

Du hast dadurch mehr das Gefühl, dass das was du dir erträumst wirklich möglich ist. In dem Sinne ist diese Kultur ein Schritt näher am Pulsschlag Gottes. Dazu Philipper 4.13: „Nichts ist mir unmöglich, weil der, der bei mir ist, mich stark macht.“

Durch unser analytisches Denken vertrauen wir generell zu stark auf funktionale Konzepte und Programme, statt auf den Spirit Gottes, der alles vermag zu tun, was uns in den kühnsten Träumen nicht einfallen würde.

Glaubst du, dass die Kraft des Evangeliums – Jesus besiegt den Tod und steht auf – wirklich die Welt verändern kann?

 

1. Ich wünsche mir keine nackte Naivität, weil sie vielmehr gleichgültig alles bejaht und dadurch oberflächlich und nicht ehrlich ist. Es gibt Ideen, die unweise sind. Dabei wird es immer bleiben.

2. Ich wünsche mir jedoch auch keine Limitierung in Träumen, nur weil etwas nicht funktional möglich ist. Oder weil Visionäre in der Historie Missbrauch geübt haben.

3. Der Missbrauch hebt den guten Gebrauch nicht auf.

4. Alles Versagen in der Historie hebt die Möglichkeit der Zukunft ebenfalls nicht auf.

5. Gerade große Visionen und Träume machen mich besonders demütig, da ich endlich realisiere, dass ich es mit meiner Leistung nicht alleine schaffen kann. Eine große Vision pusht meine Abhängigkeit zu Gott.

6. Ich wünsche mir eine neue Kultur, wo man versagen darf. Nicht um der Fehler willen, sondern um des Zieles Willen. Ein Baby muss Hunderte mal hinfallen, bevor es laufen kann.

7. Ich wünsche mir eine reflektierte Sprache des Möglichen. Nicht bloß naiv und nicht bloß kritisch. Eine Sprachkultur der Wertschätzung gegenüber Visionen, die gefüllt ist mit dem Spirit, dass durch das Evangelium alles möglich ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

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